Wie du dich mit deiner Berufung verbinden kannst

4 Faktoren, die dir dabei helfen können, die Stimme deiner Seele zu hören und dich mit deiner Berufung zu verbinden

Foto: ISAMA Fotografie

Heute Morgen bin ich mit meinem Sohn und unserem Hund zum Bäcker spaziert. Dabei machte ich mir auch Gedanken darüber, was heute wohl durch mich in die Welt kommen will. Während ich hoch zu den Baumkronen blickte und die warme, geborgene Atmosphäre des Spätsommers in mir aufnahm, wartete ich auf einen Impuls meiner Seele. Auf einen inspirierten Funken. Und da war er auch schon…

Mir fiel plötzlich ein, wie wichtig die Natur für mich ist, um genau diesen Funken zu empfangen. Wie wichtig die Innenkehr ist — das achtsame Hinhören hinein in sich selbst. Und wie wichtig auch die Freiheit von Enge, bedrückender Gedanken und Selbstzweifel ist. Denn Letztere sind für mich oft eine der größten Hürden, die sich zwischen mich und den Ruf meiner Seele stellen.

In diesem Artikel möchte ich die für mich 4 größten Bausteine ausführen, die mir dabei helfen, mich mit meiner Berufung zu verbinden — und die vielleicht auch dich dabei unterstützen können.

1. Natur

Nichts kann die eigene Wahrheit klarer spiegeln als die Natur. Als ein See, der uns unsere eigene Trübheit oder Tiefe aufzeigt. Als die Berge, die uns unsere Sehnsüchte offenbaren. Als ein Vogel, der uns unseren Wunsch nach Freiheit spiegelt. Oder als die Nacht, die unsere eigene Dunkelheit zum Vorschein kommen lässt.

Die Natur wirft keine Projektionen auf dich. Sie ist immer nur lebendiges, reines Bewusstsein. Sie ist wie ein Spiegel, in dem du das höchste in dir selbst erkennen kannst. Aber auch das, was dich aufhält, was dich begrenzt und unfrei macht.

Die Natur ist frei. Sie nimmt Raum ein. Sie ist, was sie ist. Sie gibt bedingungslos. Lebensraum, Sauerstoff zum Atmen, Nahrung, Schönheit. Sie verlangt nichts. Stellt keine Erwartungen. Und vielleicht will sie uns auch an unsere eigene natürliche Selbstlosigkeit erinnern. An das Selbst, das nicht vom Ego begrenzt wird. An unseren natürlichen Altruismus. An den Teil in uns, der ins Feuer geht, um jemand anderen zu retten.

Während ich noch vor einigen Jahren mit der täglichen Enge kämpfte, die ich in meiner damaligen Arbeit tagtäglich empfand, erinnerte mich ein Spaziergang durch den Wald daran, was mein wahrer natürlicher Zustand ist: Freiheit.

Und wenn du dich einmal an das Wahre in dir erinnerst, gibt es keinen Weg mehr zurück. Die Erinnerung an deinen wahren Zustand führt dich auf einen Weg, den du nicht nicht gehen kannst. Denn das Wissen darüber, was dir wirklich zusteht, und wofür du wirklich geboren wurdest, wird zu deiner tiefsten inneren Ausrichtung. Im Käfig zu bleiben, während du weißt, dass du dazu bestimmt bist zu fliegen, ist viel schmerzhafter, als im Käfig zu bleiben und zu glauben, dass du auch für nichts anderes bestimmt bist.

In dem Moment, in dem ich meine wahre Natur, die Freiheit, erkannt habe, habe ich mich auf den Weg begeben, der mir hilft, ebendiese Natur zu entfalten. Und auf diesem Weg zeigte sich mir meine Berufung mehr und mehr. Weil die eigene Berufung nicht dort ist, wo wir unfrei sind. Die eigene Berufung ist das Ergebnis unseres entfachten Seins. Und sie wächst und entfaltet sich, je mehr wir wachsen und unser wahres Sein entfalten.

Ich glaube daran, dass die Natur uns hilft, unser Bewusstsein zu erweitern, uns an unser Seelen-Selbst zu erinnern und unseren eigenen wahren Weg zu erkennen. Jenseits der vom Menschen erfundenen Norm, Konvention und all den System-Regeln, die in Hundert Jahren sowieso wieder geändert werden.

2. Meditation

Wenn ich längere Zeit nicht meditiere, merke ich, wie zwischen mir und meinem Inneren ein Schleier entsteht. Ich höre mich selbst nicht mehr so klar, mein Geist ist dann oft irgendwo in Tausend Dingen im Außen zerstreut. Und meine Gedanken machen was sie wollen.

Die Meditation kann buchstäblich ein Weg der Rückverbindung sein. Ein Weg des In-sich-Ankommens, Zentrierens, Ausrichtens und Erinners. Aber auch ein Weg des Zulassens und Loslassens. Ein Mittel für alles, wenn man so will.

Die Absicht ist dabei wohl am wichtigsten. Meditierst du, um zur Ruhe zu kommen? Um Gefühle “wegzumachen”? Um höhere Erkenntnis zu gelangen? Um dich selbst zu spüren? Um dich mit deinem Atem zu verbinden? Um erwartungsfrei zu werden? Um Visionen zu empfangen?

Die Meditation kann so vieles sein.

Für mich persönlich war sie früher ein Weg, mich mit meiner Fantasie zu verbinden. In Welten zu reisen, die im Sichtbaren nicht existieren. Und um aus diesen Welten etwas für mich mitzunehmen, das ich im Außen nicht finden konnte.

Später wurde sie für mich ein Mittel, um mir über meine eigene Gefühlswelt bewusst zu werden. Denn durch das bewusste Fühlen und Wahrnehmen können wir integrieren, was noch im Schatten ist.

Dann wurde sie ein Mittel, um zuzulassen und zu empfangen. Denn, was wir bewusst annehmen, lassen wir auch oft gleichzeitig los. Und in dem Moment, in dem wir das loslassen, was uns nicht länger dient, können wir das empfangen, was wirklich zu uns will.

Heute ist die Meditation für mich der schnellste Weg, um zu mir selbst zurückzukehren und um die Stimme meiner Seele wieder zu hören. Wenn ich die Augen schließe, in mein Herz fühle, und frage: Seele, wo bist du gerade? Dann zeigen sich manchmal Bilder und Emotionen, die mir helfen, mich wieder energetisch mit meiner Vision zu verbinden. Es ist wie das Hüpfen auf eine andere Zeitschiene. In eine Parallelwelt.

Du verbindest dich mit deiner Vision und der Version deiner Selbst, die in dieser Vision bereits lebt. Und dann wirst du zu dieser Version — nur, dass deine äußere Realität noch nicht mitgezogen ist. Im Inneren bist du aber bereits ein anderer Mensch. Und plötzlich lebst du aus einer ganz anderen Warte heraus.

Kommen wir nun zum dritten Punkt auf dieser Reise, der dabei helfen kann, dich mit deiner Berufung zu verbinden.

3. Informationen, die hoch schwingen

Mit anderen Worten: Informationen, die von Hoffnung sprechen, von Zuversicht, von Klarheit, Liebe, Vertrauen, Sinnhaftigkeit, Freude und Verbundenheit. Für mich sind das oft Bücher, die aus einem erweiterten Bewusstsein und Einssein mit Allem geschrieben worden sind.

Oder Menschen, beispielsweise auf YouTube, die für mich persönlich das verkörpern, wo ich hinwill. Diese Menschen inspirieren und machen mein Herz weit, anstatt mich runterzuziehen. Sie helfen mir, meine eigene Schwingung zu erhöhen und mich so mit der Schwingung meiner Herzensaufgabe bzw. Berufung zu verbinden.

Denn: Die Verwirklichung der eigenen Herzensaufgabe “schwingt” nicht auf der gleichen Frequenz wie die Job-Enge, die oft Frust, Hoffnungslosigkeit und Kampf in einem selbst auslöst. Sie zeigt und entfaltet sich dort, wo wir in Kontakt mit unserer eigenen Freude, Hoffnung, Zuversicht, Leichtigkeit, Sinnhaftigkeit und all den Facetten in uns gehen, die unser Sein erheben, weiten, öffnen und gegenwärtig machen.

Ich mag das oft genannte Beispiel mit dem Radio und den Kanälen, die es empfängt. Wenn du auf dem Sender 90 schwingst, kannst du nicht 120 empfangen. Mit anderen Worten: Wir können nicht hoffnungslos, trauernd, dunkel und trüb sein, und gleichzeitig erwarten, dass sich unser Traum vom erfüllten, freudvollen, leichten, hellen Leben erfüllt. Wir müssen den ersten Schritt gehen, sodass sich das Leben, das wir uns wünschen, aus uns heraus entfalten kann. Es ist ein Weg von innen heraus. Nicht von außen herein.

Wichtig an dieser Stelle:

Das ist keine Einladung, die eigenen Emotionen zu unterdrücken, wegzuschieben, und ständig nach einem anderen Gefühl zu streben.

Ganz im Gegenteil. Es ist vielmehr eine Einladung, die notwendige, innere Arbeit zu machen. Wenn wir ein leichtes Leben führen wollen, sollten wir bereit sein, die Schwere unserer Vergangenheit aufzuarbeiten und zu integrieren. Und das geht oft nicht alleine. Weil manche Muster einfach zu tief sitzen. Und dann helfen auch jahrelange Selbstreflexion und die besten Bücher nicht. Das sage ich aus eigener Erfahrung.

Manchmal kommen wir auf diesem Weg an einen Punkt, an dem klar wird: Ich komme alleine nicht mehr voran. Mich holen immer wieder die gleichen Muster, die gleichen Emotionen ein. Ich stehe mir selbst immer wieder im Weg.

Zum Glück gibt es dafür heutzutage die Möglichkeit, sich professionell begleiten und unterstützen zu lassen.

4. Journaling

Mit dem Schreiben ist es wie mit der Meditation. Wir können es auf unterschiedliche Arten nutzen. Für mich persönlich ist das Schreiben ein Werkzeug, um mich selbst zu erkennen und meine Intuition zu hören. Schreiben kann uns dabei helfen, zu unseren eigenen Tiefen vorzudringen, uns selbst besser zu verstehen, um uns selbst innerlich zu klären und zu Einsichten zu gelangen, zu denen wir durch reines Denken oft nicht gelangt wären.

Schreiben kann vertiefte Denkarbeit sein.

Wenn ich zu einer Sache appellieren müsste, dann wäre das das Schreiben. Du musst nicht schreiben können, um zu schreiben. Du musst nicht talentiert sein, um zu schreiben. Du müsst schließlich auch kein Weltstar sein, um in den Spiegel zu schauen. Und so ist es auch mit dem Schreiben. Du musst es nicht können, um es zu tun.

Nachdem ich selbst monatelang die Morgenseiten aus Julia Camerons “Der Weg des Künstlers” ausprobiert habe, empfehle ich jedem Menschen, der seinen Herzensweg gehen will und seine Seelenaufgabe bzw. Berufung erkennen will, regelmäßig seine/ihre Gedanken und Gefühle niederzuschreiben. Sei es auch nur eine halbe DIN A 4 Seite am Morgen oder vor dem Schlafen gehen.

Schreiben kann Teil der eigenen Bewusstseinsarbeit werden und ein mächtiges Werkzeug, dich mit dem Ruf deiner Seele und deiner Vision zu verbinden.

Wenn du tiefer in die Möglichkeiten des Journalings einsteigen und zum Beispiel wissen möchtest, wie du gezielt schreiben kannst, um dich mit deiner Berufung zu verbinden, unterstütze ich dich gerne persönlich. Schreib mir einfach eine persönliche Nachricht und ich schicke dir alle Infos, wie wir zusammen arbeiten können.

Und zum Schluss noch eine Frage an dich:

Was hilft dir, dich selbst zu hören, dein Herz offen zu halten und die Freude in dir zu entfachen? Und wann bist du das letzte Mal genau diesen Dingen nachgegangen?

Marta Jacobi

Ich begleite Menschen auf ihrem Weg aus der Jobenge in ihre Berufung.

https://www.martajacobi.de
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Mein Leben lang suchte ich - dabei war es schon immer dieser eine Augenblick

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