Was “Folge deiner Freude” für mich bedeutet
Heute teile ich mit dir einen kleinen, aber für mich bedeutsamen Ausschnitt aus meinem Leben. Und eine Erkenntnis daraus, die mich und wie ich mein Leben gestalte für immer verändert hat.
Früher waren innerer Druck, Anstrengung, Unzufriedenheit und Erschöpfung ein ganz „normales“ Lebensgefühl für mich. Es war „normal“ für mich, mich im Job jeden Tag so zu fühlen.
Ich hatte gelernt: „Du musst leisten, um wertvoll zu sein.“, „Man muss hart arbeiten.“, „Du musst dich anstrengen und belastbar sein.“, „Das Herz hat in der Arbeitswelt nichts verloren.“
Aber genau dieses Herz, das früher in der Arbeitswelt keinen Platz fand, sehnte sich nach einem Leben, in dem ich mich frei und lebendig fühlen konnte.
Ich wollte von innen heraus erschaffen, inspirieren und aus der Freude und Inspiration heraus leben. Denn genau dieses Lebensgefühl hatte ich manchmal in der Kindheit, im Urlaub oder an den Wochenenden. Und vielleicht erkennst du dich darin wieder?
Tief in mir spürte ich, dass diese Weite mein natürlicher Zustand ist. Meine innere Wahrheit. Das, was ich wirklich bin.
Ich wollte nicht ein Leben lang 5 Tage die Woche in Enge leben, um an 2 Tagen in der Woche mich selbst leben zu können.
Ich war oft wütend, weil sich mein Leben selbst immer wieder wie eine Grenzüberschreitung angefühlt hatte, an der ich nichts ändern konnte. Ich machte das, weil man das halt so machte.
Aber diese Wut mobilisierte mich auch, mein Leben zu verändern.
Die Veränderung, nach der ich mich gesehnt hatte, trat ein als ich endlich begann, meine Gefühle ernstzunehmen — und mich auf das auszurichten, wonach mein Herz sich so lange sehnte: Freude. Freiheit. Echtheit. Ich traf eine Entscheidung. Ein Pakt mit mir selbst, den ich mir schwor nie wieder zu brechen. Ich beschloss, nicht mehr jemandem im Außen, sondern meiner inneren Freude zu dienen:
Freude, wie fühlst du dich in meinem Körper an?
Welche Gedanken fühlen sich nach Weite in meinem Körper an?
Welche Vision vom Leben beflügelt mich im Inneren und lässt mein Herz hüpfen?
Als ich anfing, mir immer wieder diese Fragen zu stellen, begann etwas in mir aufzuleuchten. Ein Funke. Eine Idee. Ein Handlungsimpuls aus dem Inneren.
Es folgte die Handlung: ein mutiger Satz auf Social Media. Die Anmeldung in dem Kurs. Der Kaufen-Klick dieses einen Buches. Das Wählen dieser einen Nummer … der Mut, mich zu zeigen und zu meiner Wahrheit zu stehen.
Heute verstehe ich: Es waren die Entscheidungen aus der inneren Weite heraus, die mich auf nährende, unterstützende, verwirklichende Pfade brachten. Pfade, dich mich näher zu mir selbst führten.
Und es waren die Entscheidungen aus der inneren Enge heraus, die mich auf Wege brachten, die sich nicht nach mir anfühlten. Wege, die mich von mir selbst entfernten.
Was heißt das konkret, wenn man beispielsweise wie ich früher in einem Job feststeckt, den man hasst?
„Folge deiner Freude“ heißt nicht, den Job sofort hinzuschmeißen und auf die Malediven zu fahren.
Es heißt, sich selbst in einem vielleicht schweren Moment zu sagen: „Es gibt einen Ausweg. Ich bin es wert, unterstützt zu werden. Ich bin es wert, Freude zu spüren“.
Es heißt, den eigenen Fokus auf etwas Nährendes zu richten — sei es auch nur eine Träumerei im Inneren, wenn im Außen nichts Nährendes zu finden ist.
Es heißt, den Glauben an sich selbst wiederzufinden, und für sich selbst ein guter Freund oder gute Freundin zu sein.
Und manchmal heißt es auch, den eigenen inneren Kampf endlich anzuerkennen, zu betrauern und zu würdigen. Denn meistens ist das auch der Moment, in dem wir aufhören zu kämpfen — und das empfangen, was uns zusteht: unsere Freude und Lebendigkeit.
Hat dir der Beitrag gefallen? Hinterlass mir gerne einen Kommentar. Wie siehst du das mit der Freude? Und wann fällt es dir schwer, deiner Freude zu folgen?