Ein Augenöffner aus der Stille: An den Menschen, der noch nicht an seinen Wert glaubt
Worte aus der Stille über Ego, Seele, Menschsein - und warum wir uns unseren Selbstwert nicht erst verdienen müssen
Manchmal habe ich diese Momente, in denen etwas in mir kurz aufleuchtet, wie so ein tiefer innerer Frieden. Und dann steigt so ein Gedanke in mir auf: Wie einfach doch alles im Grunde genommen wäre. Wie einfach es eigentlich ist, in Fülle zu leben, glücklich zu sein, und einfach im Frieden mit dem Leben zu sein… Wenn da nicht das Ego wäre, das denkt, man müsse sich hart anstrengen und immer nur kämpfen, um glücklich zu sein.
Ich will hier auch nicht das Ego beschuldigen.
Das Ego ist eigentlich dazu da, um uns zu dienen.
Um uns über unsere Visionen klar zu werden. Um uns in Form von Gedanken, Bildern und Worten zu führen. Um uns das Überleben auf Erden als Mensch zu sichern.
Es ist eigentlich das Werkzeug, das die Landkarte der Seele für uns veranschaulichen sollte.
Der Seele, die eigentlich keine Worte hat, sondern nur Frequenz. Das Ego kann diese Frequenz übersetzen in eine Sprache, die für den Menschen verständlich ist.
Ich denke, manchmal ist es ein lebenslanger Prozess, dieses von Gott gegebene Werkzeug namens Ego zu “zähmen”, sodass es eines Tages ganz automatisch für uns arbeitet, anstatt gegen uns.
Und manchmal dauert es ein Leben lang, um zu verlernen, was wir über uns selbst und das Leben gelernt haben. Nur um zu lernen, wer wir eigentlich wirklich sind - und wozu wir hier sind.
SELBSTLIEBE kann den Erkenntnisprozess beschleunigen.
Manchmal manifestieren wir jahrelang, visualisieren, meditieren, empfangen, lassen los, transformieren und wachsen, nur um zu erkennen, dass wir es all die Zeit bereits Wert gewesen sind.
Wenn du weißt, dass du es wert bist, dann musst du nicht mehr manifestieren, musst nicht mehr meditieren (um zu empfangen), musst nicht mehr visualisieren und all die Tools anwenden. Weil du tief in deinem Kern weißt, dass du es bereits würdig bist —und auf dem Weg bist, alles zu empfangen, was für dich bestimmt ist.
Wenn du tief in dir weißt, dass du es wert bist …
… weil du Gottes Geschöpf bist, Teil des großen Ganzen, Teil der Natur.
… weil du den Sauerstoff der Bäume einatmest, der erst durch ihre Adern Floss.
… und weil du das Wasser trinkst, das einst eins mit dem Vulkanstein war und eins mit dem Himmel.
… und weil du all das wieder ausscheidest zurück in die Erde.
… weil du Teil des natürlichen Entstehens und Vergehens bist. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, komprimiert in einem Körper.
… weil du der unendliche Fluss bist, der eins mit dem Fluss des Lebens ist, das auch durch alle Tiere und Pflanzen fließt.
… dann weißt du, dass du nichts tun brauchst, um zu sein wer du bist und entsprechend deines Seins zu leben.
Was denkt dein Ego, das du bist, das du denkst, du wärest KEIN Teil davon? Dass du denkst, du wärest der Fülle nicht genauso würdig, wie ein Baum, der sich all den Raum nimmt, den er für seine in ihm angelegte Fülle braucht? Was denkt dein Ego, das du bist, dass du nicht würdig wärest?
Das Ego ist das einzige, das dir im Weg steht zu erkennen, was längst deines ist. Es ist nicht einmal so, dass du getrennt wärest von all dem, was du dir wünschst. Das, woran du glaubst, hält dich nur zu sehr davon ab, es vor deinen Füßen zu sehen und zu umarmen.
Und gleichzeitig ist das Ego nicht der Feind. Es ist oft das Resultat eines Lebens und Überlebens. Es ist die Antwort auf frühere Erfahrungen, die manchmal auch tief im Körper sitzt und von dort aus die Gedanken steuert.
Aber du musst auch gar nicht herausfinden, was es ist, das dich zurückhält. Du musst nicht in der Vergangenheit graben, um die Nadel im Heuhaufen zu finden. Oft reicht einfach nur das bewusste Wahrnehmen: Ah, da ist eine Enge in meiner Brust. Ah, da ist eine sanfte Hitze in meinem Magen. Ah, mein rechter Arm fühlt sich angespannter an als der linke. Ah, in meinem Hals ist eine kleine dichte Stelle.
Und dann atmest du hinein. Du atmest Liebe hinein. Vergebung. Anerkennung. Würdigung. Und die Bitte, dir zu zeigen, was es dir eigentlich sagen will.
Das ist Selbstachtung. Weil du be-achtest, was in dir selbst stattfindet. Eine Selbstachtung, aus der heraus immer mehr Selbstwert entsteht. Nicht, weil er vorher nicht schon da gewesen wäre. Sondern weil wir vergessen haben, unser Selbst zu beachten, indem wir uns selbst fühlen. Einfach nur fühlen.
Selbstwert ist nichts, das du dir verdienen musst. Es ist nichts, wofür du arbeiten, wachsen und heilen musst. Selbstwert ist nicht an Bedingungen geknüpft. Weil deine Würde keine Bedingungen braucht, um zu existieren.
Es ist vielmehr etwas, das ganz von alleine wieder freigelegt wird, wenn wir wieder beginnen, uns mehr und mehr wieder selbst zu spüren. Und zu erinnern.
Wenn du Begleitung auf deinem Weg wünschst, begleite ich dich gerne.
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